Glauben wir das wirklich?

Die Zellen in unserem Körper sind in stetiger Veränderung und Erneuerung. Unser Dünndarm  alle 2 Tage, unser Dickdarm alle 10 Tage, unsere Hautzellen in 2-4 Wochen, unsere Lungen-Oberfläche in 8 Tagen, unsere Magenschleimhaut in einer Woche, die roten Blutkörperchen in 4 Monaten und die weißen in wenigen Tagen, unsere Knochen je nach Alter zwischen 10 und 25 Jahren. Und was tun wir in unserem Geist? Wir stehen und trauen uns nicht, uns zu verändern und zu erneuern oder nur so weit, dass es uns noch „gut“ geht. Was auf unserem Planeten und im Universum verändert sich nicht? Was erneuert und bewegt sich nicht? Nur wir, sehr oft! Weil wir Angst davor haben, in Unbekanntes vorzudringen, weil wir Sorge haben, dass da ja was lauern könnte, was uns in unserem Bewertungssystem nicht gefällt oder mir „nicht gut tut“. Glauben wir wirklich, dass eine Schlange, die sich häutet oder ein Schmetterling, der aus seinem Kokon schlüpft, keine „Schmerzen“ hat? Man darf wirklich recht herzlich lachen darüber! Und das bedeutet nicht, dass wir in einen Veränderungswahn kommen sollen, denn dieser ist auch nur ein „Spiel in uns“. Aber wir verändern sogar unsere Häuser und Gärten, dadurch dass wir „bauen“, werkeln, putzen und kaufen. Wir tunen unsere Autos! Hahaha… 😀 Nur eines soll immer gleich bleiben: wir selbst! Bloß nicht zu weit aus dem Fenster lehnen! Wie soll das funktionieren? Glauben wir wirklich, dass das eine „Überlebensstrategie“ ist? Noch mal herzlich lachen… Wir sind nicht hier „um zu bleiben wie wir sind“ (was für ein „gut gemeinter“ Geburtstagswunsch) – hoffentlich nicht! Wir wollen Frieden, sind aber nicht bereit dafür, in uns Frieden zu schaffen! Und Frieden beinhaltet eben nicht „Geschleime“ und „die Welt ist rosarot“. Nein! Frieden bedeutet Diskussion, Zuhören, Streit und Zusammenfinden, Liebe und Mitgefühl mit der Basis, gewaltfrei die Augen aufzumachen, zu konfrontieren und zu heilen. Doch das könnte uns ja nicht gefallen, auf was wir auf diesem Weg so stoßen. Dabei übersehen wir, dass wir den Spagat zwischen dem natürlichen Kreislauf und uns immer weiter aufspannen. Wir übersehen, dass wir uns in unserer Bewegungsunfähigkeit und „Selbstunverantwortung“ („irgendjemand wird es schon für mich richten“) selbst in eine Zerreißprobe begeben, die bei vielen Menschen in Unzufriedenheit, Traurigkeit, Energielosigkeit, ja oftmals Depression (zwischen 2000-2010 verdoppelte sich die Zahl der Depressionen in Deutschland; jeder vierte Mensch in Deutschland schluckt Anti-Depressiva!!!) führt, ohne zu wissen, woher das kommt! Wir wissen es nicht? Bei allem Mitgefühl, DOCH, das weißt DU, das weiß ich, das wissen wir ALLE! Aber wir tun so, als gebe es einen anderen Weg! Nein, den gibt es nicht! Erst im natürlichen Fluss entsteht Frieden, Harmonie, Kraft und Liebe! Und wie ein Fluss so ist, hat er genauso wie das Leben Stromschnellen und ruhige Fließbewegungen, Gefahren und sichere „Häfen“. Denn glauben wir wirklich, dass uns „Nicht-Veränderung“ in einem Flussbett aus Beton in „Sicherheit“ führen wird? Ja, das wird es! In die Sicherheit, dass dieser Fluss schnell überlaufen wird und unbefahrbar wird, sich selbst zerstört! Trau Dich, Deine eigene Reise auf dem Fluss zu begehen! Trau Dich, dich selbst zu konfrontieren und zu reflektieren. Trau Dich, aus Deinem Ego und Verstand heraus zu kommen und tiefer zu gehen, was auch immer kommen mag!

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