Wie geht es Dir?

„Wie geht es Dir?“ ist wohl die am häufigsten gestellte Frage der heutigen Zeit. Und dabei ist sie zugleich die wohl am oberflächlichsten gestellte, doch dabei die wichtigste Frage, die wir uns gegenseitig stellen können. Passenderweise hatte eine Schülerin gestern in einer Yogaklasse genau das angesprochen, was sich zu einer regen Gesprächsrunde entwickelte. Wie viele Menschen fragen wir und uns nach unserem „Gemütszustand“? Und was ist unsere/deren Antwort? Hören wir nicht meistens „ja, passt schon“, „ja, alles klar“, „gut, gut“… BLA BLA! Noch schöner ist ja die Frage: „Na, alles gut?“ Was für eine Antwort wird hier bitte erwartet? Hahaha… 😀 Wie sagte sie so schön gestern: „Im Endeffekt belügen wir uns alle täglich. Uns selbst und die anderen.“

Wieso steigen denn Depressionsfälle, Burnout, Krankheiten, Rückenschmerzen, kein Bock auf den Job, Politikverdrossenheit, Kriege, Umweltzerstörung, … etc. etc. etc. immer mehr an, wenn es allen gut geht? Also geht es uns allen jetzt so gut und trotzdem nicht? Paradox! Wieso trauen wir uns nicht die Wahrheit zu sagen? Wenn Dein Rücken weh tut, ist dann ALLES gut? Wenn Deine Beziehung kaputt ist, ist dann alles gut? Wenn Du Angst hast, ist dann alles gut? Nein, ist es nicht und das ist okay so! Wieso trauen wir uns nicht zu differenzieren, ehrlich zu sein oder können wir es womöglich gar nicht (mehr)? „Meinem Herzen geht es gut, mein Rücken zwickt, mein Job ist so, etc.!“ Oder haben wir Angst davor, den anderen zu „belasten“? Oder trauen ihm/ihr nicht zu, dass er/sie es ehrlich meint?

Und ja, ehrlich gesagt, meistens wird die Frage wohl bloß aus Höflichkeit gestellt und mit der „Hoffnung“, dass bloß nicht tiefer drauf eingegangen wird. Dann brauchen wir sie auch nicht stellen. Oder aus diesem Grund am besten, „na, alles gut?“ fragen! Es könnte ja sonst passieren, dass ich mich mit meinem Gegenüber auseinandersetzen und möglicherweise Mitgefühl aufbringen und einen Teil meiner „so kostbaren“ Lebenszeit opfern darf. Was für ein Irrglaube!

HALLO, MENSCHHEIT! AUFWACHEN! Wenn wir ehrlich sind, brauchen wir die Frage nicht stellen, denn wir können spüren, was im anderen vorgeht. Auch DU kannst das! Wir sind in diesem Moment nur einen Schritt davon entfernt, uns auf einer tieferen Ebene des Herzens zu begegnen und diese Frage dann wirklich ehrlich zu stellen und auf eine Antwort zu hoffen, die ehrlich von Herzen kommt. Ein Start, der uns die Möglichkeit gibt, uns mit dem anderen Menschen zu verbinden. Das ist die Chance unserer heutigen Zeit. Wir dürfen aus der Trennung herauskommen und uns gegenseitig unterstützen, zuhören, helfen und heilen! Und dabei erkennen, dass es wichtigere Dinge gibt, als die, die uns vorgegaukelt werden. Und dazu gehört auch, dass es uns immer GUT gehen muss! Nein, muss es nicht! Und geht es auch nicht! Lasst uns ehrlich miteinander umgehen! Lasst uns lernen, uns wieder als mehrdimensionales „Wesen“ zu betrachten und nicht als „flaches Ding“, das funktionieren muss! So läuft das nicht, das ist nicht menschlich! Ehrlichkeit ist menschlich! Mitgefühl ist menschlich! Liebe ist menschlich! Wie geht es Dir?

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Begegnungen

Wir laufen durch die Straßen und sehen andere Menschen. Wir treffen uns mit Freunden, Bekannten, Verwandten und dürfen sie wahrnehmen und spüren. In jedem dieser Momente darf uns bewusst werden, uns auf einer Ebene der Liebe zu treffen und zu begegnen. Gerade heutzutage laufen wir oft wie in einer Glocke durch die Welt und schotten uns oftmals auf unseren Wegen ab. Was würde aber passieren, wenn wir nur auf unserem Weg zum Einkaufen, durch den Supermarkt, auf der Arbeit, … jedem Menschen, egal ob wir ihn mögen, riechen können, sehen wollen, … mit Liebe begegnen? Was passiert, wenn wir unser ehrlichstes Lächeln auf unsere Lippen bringen und egal wem auch schenken? Wir leben sehr oft aus unseren Mustern, Reaktionen, Bewertungen, Emotionen und Gedanken und vergessen dabei, dass wir alle auf seelischer Ebene EINS sind. Wir gehören alle zusammen. Wir sind eine Menschheit, ein Kollektiv, eine Gemeinschaft, eine universelle Seele. Trennung beherrschte (und beherrscht) zu lange unsere Welt und es ist an der Zeit, uns zu verbinden. Es ist z. B. auch an der Zeit, Yoga nicht mehr nur auf der Matte zu praktizieren, davon zu erzählen und sich in unseren Spielen des Verstands zu verstecken, wie „erleuchtet“ wir doch sind. Nein! Das Leben ist Yoga! Wir sind Yoga! Alle sind Yoga! Wir sind eine Vereinigung, die wir mit unserem Herzen öffnen und stärken dürfen! Es kommt nicht darauf an, ob mir aus einer Bewertung heraus etwas oder jemand gefällt oder nicht. Ob mir etwas an ihm passt oder nicht. Es kommt darauf an, wie wir uns begegnen. Ob wir es von Herzen, mit Mitgefühl und Liebe, Verständnis, Akzeptanz und zugleich des nötigen Selbstrespekts tun. Was bedeutet, dass wir unseren Bereich halten dürfen, ohne uns zu versperren, was um uns herum passiert. Denn ja, was passiert, wenn Du auf Deinem nächsten Weg unter Menschen allen mit einem Lächeln, einem offenen Herzen und Liebe begegnest und dabei erkennst – Recognize that the other person is you (Yogi Bhajan)? Probiere es aus! Füll Dich selbst mit der universellen Liebe, die uns alle verbindet und die uns zu Menschen macht! Viel Freude! 🙂

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Die Pille

Was ist eigentlich die Erwartung an die Wissenschaften? Und was ist dabei die Erwartung an uns selbst? Krank sein ist doof. Gehört ja nicht zum Menschsein dazu. Und wenn wir krank sind, dann soll es so schnell wie möglich eine Pille wieder richten. Und hierzu gehören alle Arten von sogenannten „Krankheiten“. Physisch, psychisch, seelisch, … . Ähm… Ich habe solch eine Wunderpille noch nicht gesehen. Und die „Wunderpillen“ die es gibt, was machen diese? Sind sie so schlau, wirklich der Ursache auf den Grund zu gehen und diese auf der einen Seite zu beheben und auf der anderen Seite einen Veränderungsprozess zu aktivieren?! Oder vergraben sie nur die eigentliche Ursache und beheben nur die Symptome? Wir rennen der „Gesundheit“ hinterher und vergessen dabei vollkommen, dass es auch einen gesunden Weg des „Krankseins“ gibt. Möglicherweise benötigen es unser Körper, unser Geist, unsere Seele?! Möglicherweise können wir daraus lernen… Möglicherweise besteht die Chance, dahinter zu schauen und uns noch mehr zu entdecken… Möglicherweise ist es einfach nur menschlich, dass alle Geschöpfe dieser Natur auch mal eine Zeit haben, in der eine „Krankheit“ sie wachsen lässt… Ach so… Ich vergas. Das ist zu anstrengend. Dann doch lieber die Pille. Und wenn die Pille nicht hilft, dann kann ich immer noch dem Arzt die Schuld geben. Oder dem Hersteller oder der Pharmaindustrie oder einfach meinem ganzen Sein, nicht so zu funktionieren, wie „ich“ es gerne hätte. Oder ist es nur die fehlende Selbstverantwortung (mehr oder weniger in jedem von uns!), uns um unser Wohl zu kümmern und zuzulassen was sein darf? Oder sind wir alle (manchmal) einfach nur zu „faul“, an uns allumfassend – physisch, geistig und seelisch – zu „arbeiten“? Ah… Ich vergas auch hier. Das ist zu anstrengend. Dann lieber eine neue Technologie (Fitness, Ernährung, „Kosmetik“,…), Arznei, „Stoffe“, Wundermittel, Wunderheiler, … nutzen, die uns das Glück vom Himmel versprechen und dabei viele andere Aspekte vergessen oder unterdrücken. Die anderen werden es schon für mich richten! Äääähm… Nun ja… Möglicherweise. Möglicherweise auch nicht. Lassen wir das mal dahingestellt. Die Fragen die dahinter steckt: Kann ich die volle Verantwortung für mein Wohlbefinden und dadurch mein Leben übernehmen? Bin ich bereit, den Mut aufzubringen, dort hinzuschauen, wo es Unbekanntes zu entdecken gibt? Bin ich bereit, für mich einzustehen!? Die Zeit, Ausdauer, Geduld, Liebe, Mitgefühl für mich aufbringen… Das was unsere Gesundheit wirklich ausmacht!

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