Die Reise

Auf unserer eigenen Reise begeben wir uns in Coachings, Teachings, Selbsterfahrungen, Workshops, Seminare, … . Sei es beruflich oder auf dem spirituellen Pfad. Es spricht auch nichts dagegen und im Endeffekt auch nichts dafür. Gelegentlich hetzen wir diesen aber hinterher, weil wir meinen, damit schneller voran zu kommen. Wir suchen nach Neuem, Altes wird langweilig und wir übersehen dabei, dass unser Ego die Führung übernimmt, weil es verhindern möchte, dass wir tiefer tauchen und z. B. der Langeweile entgegen treten und uns darin „marinieren“. Es geht nicht darum, so viel und so schnell wie möglich zu tun. Es geht nicht darum, immer etwas Neues zu erleben. Es geht auch nicht darum, nichts zu tun. Das ist die Krux! Es geht darum, was wir in unserem Tun, so oder so, erkennen können. Was zeigt sich dadurch in uns? Was können wir hierin erkennen? Was können wir (über uns) lernen? Wir erkennen oftmals nicht, dass jede Sekunde unseres Lebens unser Lehrer ist, dass das Leben und die Erfahrungen selbst unsere Lehrer sind. Nicht umsonst schenkt uns das Leben immer und immer wieder die gleichen Erfahrungen in neuem Gewand. Alles wird sich wiederholen, neu erfinden, anstrengender werden – so lange bis wir es sehen, erkennen und unsere „Lehre“ daraus ziehen. Und dabei geht es um nichts Gutes oder Schlechtes. Es geht nicht um Bestrafung oder Schuld. Das ist alt! Nein, es geht darum, dass wir beginnen, unsere Augen für uns, unseren Schmerz und unsere bedingungslose Liebe zu öffnen. Es geht darum, dass wir aufhören, uns selbst, andere und das Leben zu belügen, indem wir unsere Authentizität, unsere Seele, verbergen und fast schon verleugnen. Dass wir Dinge (nicht) tun, nur dass sie (nicht) getan sind, dass wir unseren Verstand und unser Ego „befriedigen“ können. Durch unsere äußere Suche nach „mehr“ rennen wir nur weiter davon und gaukeln uns vor, so „spirituell“ oder „innovativ“ zu sein. Im Unternehmen nennt man das „Fortbildung“, in der Spiritualität „spirituelle Entwicklung“. Aber was bedeutet das wirklich, wenn wir nicht den Kern dieser Entwicklung betrachten? Wenn wir unsere Augen vor dem verschließen, was es wirklich bewirkt? Wenn wir „Sammler und Jäger“ gleichzeitig sind, anstatt zu verweilen und zu betrachten, was in uns passiert? Wir wissen nie, was sich hinter solchen Türen verbirgt, was sich uns zeigen wird. Doch genau dort verbirgt sich das, was uns echte, tiefe Dankbarkeit erfahren lässt. Wenn wir aus unserem Bewusstsein heraus die Türen mutig öffnen, die manchmal leicht und manchmal schwer aufgehen, lernen wir eine Welt in uns erkennen, die unendlich ist. Die Welt, die hinter jeder Erfahrung steckt. Eine Welt die eins ist mit dem Universum und uns Einheit erfahren lässt.

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Wünsche

Wir wünschen uns immer wieder etwas. Mag es für uns persönlich, in uns oder etwas um uns herum, eine Sache, für andere, Weltfrieden, … sein. Es erscheint uns als etwas Liebevolles und Mitfühlendes. Selbstverständlich helfen uns Wünsche und geben uns Liebe, Kraft und Freude. Diese dürfen wir mit in das eigene Sein bringen, in den Moment, das sogenannte „Hier und Jetzt“. Belassen wir sie in der Zukunft und einer Wunschvorstellung (von uns) treibt es uns, unbewusst und fast unmerklich. Lassen wir sie zu, erfüllen sie uns.  Wenn wir diese Brücke zum Wunsch abreißen, ist jeder Augenblick jeder Reise zur Wunschinsel ein Abenteuer. Sie verzücken uns und unser Dasein in diesem Leben. Aber wir halten nicht daran fest. Wir lassen uns vom Wind weiter treiben und erfahren eine Fülle von Inseln, ein wahres Archipel – die Fülle des Lebens, wunschlos, frei, uns!

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Herzensraum

Was meint der Herzensraum? Was bedeutet er? Das Herz ist nicht geöffnet oder geschlossen. Es ist nicht mal dauerhaft offen. Es ist ein Raum, der immer da ist. Und was ist, wenn wir einfach nur dort verweilen? Wenn alles andere drum herum da ist, wir uns aber nicht damit identifizieren, geschweige denn leben? Wenn wir nur der Stimme des Herzens lauschen und die Liebe (zueinander, für sich, für das Leben) wahrnehmen? Spielt das drum herum dann noch eine Rolle? Alles ist da (unsere Persönlichkeit, Befindlichkeiten, Glaubenssätze, Ängste, Vergnügen, Wünsche, Ziele, Intentionen, Werte, Ego, Verstand, Beziehungen, …). Wir lassen es und uns jedoch „einfach“ sein. Ohne Zeit und Raum. Dabei leben, lieben und handeln wir aus dem Raum des Herzens, des spirituellen Herzens, der Liebe. Wie fühlt sich diese Liebe an? Können wir wirklich „einfach“ nur sein? Wie und was offenbart sich uns in durch diese Präsenz in (der) Wirklichkeit, uns? Kann sich uns ein unendlicher Ozean des Friedens, der Freude, des Glücks, der Wahrheit, der tiefen Liebe und Verbundenheit eröffnen? Sind dort wir? Unser Verstand wird uns diese Antwort nicht geben! Wir dürfen sein! In der Liebe, in unserem Selbst, in/als uns!

„Das einzig Bleibende ist die Wirklichkeit, und sie ist das Selbst.– Sri Ramana Maharshi

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Tropfen Deines Selbst

Zweite Chance, nächste Chance. Immer wieder und immer weiter. Qual die wir empfinden, Strafe die wir fühlen. Schmerzen, die uns aggressiv umgeben. Es darf nicht schon wieder weitergehen. Das Gleiche noch einmal?! Was erschreckt die Geister in uns, diese Grausamkeit über uns ergehen zu lassen. Eine Schauer aus immer wiederkehrenden dunklen Teilen unseres eigenen Seins und Lebens. Tiefer, tiefer, immer weiter. Es sind die allesentscheidenden Momente, immer wieder. Nur die Jahreszeit wechselt. Jahr für Jahr, Monat für Monat, Woche für Woche, Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute, Sekunde für Sekunde, Augenblick für Augenblick. Mit welchem Blick betrachten wir es? Mit welchen Gedanken treiben wir uns darin herum? In der zweiten Chancen, in der nächsten Chance. Alles erwächst aus diesem winzigen Tropfen eines unendlichen Universums. Überall gleich, überall gegenseitiger als alles Vorstellbare. Reich neben arm, groß neben klein, dick neben dünn, glücklich neben traurig, voller Liebe neben vollem Hass, Freude neben Trauer – was denn noch? Wie viele Tropfen müssen den Ozean noch füllen? Wie viele Augenblicke dürfen wir noch teilen? Wie viele Chancen dürfen wir noch leben? Es ist ein Wunder! Es sind Tropfen der Freiheit. Es sind Tropfen der Liebe. Es sind Tropfen der erfahrbaren Augenblicke. Es sind Tropfen des Feuers. Es sind Tropfen voller Reisen. Es sind Tropfen voller Unendlichkeit. Es sind die Tropfen Deines eigenen Selbst! Deiner Chancen! Deines Lebens! Deines Seins!

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