Einssein

Was lässt uns aufbrechen, auf eine Reise ins Ungewisse, ins Nicht-Planbare, in die Freiheit des Lebens? Was lässt uns Vertrauen, dass dieser noch nie begangene Pfad wirklich der unsere ist? Wir schlagen uns durchs Dickicht, nehmen Strapazen auf uns und müssen immer und immer wieder tiefer graben. Suchend schauen wir umher, suchend nach der Lichtung, der Rast und der Stille. Dabei überhören wir sie in uns. Die Stille, die uns die Äste und Blätter genießen lässt, bevor wir sie zur Seite schieben, um daraufhin einen kleinen Lichtstrahl zu erhaschen. Wir schieben mehr beiseite, schlagen auch, so weh es uns tut, einen Ast ab. Doch es wird heller, hier, jetzt, dieses Dickicht in uns. Die Reise, ja manchmal sogar Tortur, wird zur puren Freude, weil wir neugierig und frei von unserem verstandgemachten Drang unsere Schritte gehen. Stets in dem Vertrauen, ja, die Schönheit wird uns leiten. Sie wird uns führen in ihrer Einzigartigkeit, die wir erst dann wahrnehmen, wenn wir erkennen, dass jeder von uns in sich und mit allem eins ist. Wir dürfen unsere wahre Stärke erkennen, dürfen vom reinen Erhobensein in tiefer Demut kosten und uns in uns ergeben, eins sein.

In tiefer Demut vor der Stärke der Seele, die ihren Verstand zur Machete macht.

Read More